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Der CAN-BUS für Sonderfahrzeuge wie das Taxi ermöglicht einfacheres Auslesen der Fahrzeugsignale. Kienzle News: Was bedeutet CiA 447? Frau Dipl.-Ing. Fischer (CiA): "Das Anwendungsprofil für Zusatzgeräte in Spezialfahrzeugen (CiA 447) beschreibt die Kommunikation zwischen dem Fahrzeug-Gateway und solchen Zusatzgeräten wie Taxameter, Drucker, Dachbalken, Digitalfunk, Klimaanlage, Feuerlöschsystem, Navigationssystem etc. Das CiA 447 ist für Passagierfahrzeuge im Bereich Taxi, Notfallfahrzeuge, Polizei und Behindertenfahrzeuge definiert und kann jederzeit um Spezifikationen für weitere Fahrzeuge erweitert werden. Das Profil definiert alle notwendigen Daten, die zur Konfiguration, Diagnose und Steuerung der vernetzten Geräte gebraucht werden. Die jeweilige Anwendung realisiert dabei nur die für sie relevanten Daten. Die Daten aus dem Fahrzeug (welche Fahrzeug-intern firmen- oder fahrzeugeigenen CAN-basierte Übertragungsprotokolle nutzen) werden auf standardisierte Weise auf der Fahrzeug-Gateway-Schnittstelle zur Verfügung gestellt. So können unterschiedliche Zusatzgeräte über diese CANopen-Schnittstelle mit jedem Fahrzeug auf die gleiche Weise kommunizieren. Über definierte CANopen-Schnittstellen können die Zusatzgeräte auch die spezifizierten Daten untereinander austauschen. Bei Bedarf können Daten weiterer Geräte nachspezifiziert werden. Im Profil sind die zu nutzenden Stecker mit der vorgeschriebenen Pinbelegung definiert. Die Datenrate ist auf 125 kbit/s festgelegt. Ein Mechanismus zur automatischen Vergabe der Knoten-Nummer, spezifizierte Netzwerk-Hochlauf- Prozedur, genau festgelegte CAN-Nachricht-Identifier, Leistungsmanagement (Sleep-Modus) und die zeitliche Festlegung der Protokolle ermöglicht es die Plugund- Play-Funktionalität der Geräte zu erreichen. Auch Nutzung von UDS (unified diagnostic services) on CAN ist im Profil erlaubt. Jedes definierte Gerät ist durch seine Konfigurations- und Prozessdaten - in CANopen spricht man von Objekten - definiert. Beispielsweise der Fahrzeug- Gateway kann Informationen über den Status der Zündung, Verriegelung, Beleuchtung, Tür- und Fenster-Status, Motor- und Räder-Umdrehungen, Geschwindigkeit- und Kilometeranzeige etc. zur Verfügung stellen. Diese Signale können dann zur Steuerung der Zusatzgeräte verwendet werden. Jedes Objekt wird mit seinem Namen, Bedeutung und Datentyp definiert. Es wird festgelegt ob man dieses Objekt über den Bus nur lesen oder auch schreiben darf, ob das Objekt für dieses Gerät zwingend da sein muss oder optional ist. Die Messwerte werden mit ihrer Auflösung und der physikalischen Einheit beschrieben." Kienzle News: Welche Vorteile ergeben sich daraus für den Nutzer und Käufer? Frau Dipl.-Ing. Fischer (CiA): "Da die kommunizierten Daten bis ins kleinste Detail spezifiziert sind, können die Geräte untereinander CANopen „sprechen“ und sich über definierte „Wörter“ verständigen. Geräte mit gleicher Funktionalität sind auch gegen Geräte anderer Hersteller austauschbar. Somit ist der Fahrzeughersteller nicht von einem Komponentenhersteller abhängig und kann die günstigsten Geräte für seine Anwendung wählen. Doch auch die Komponentenhersteller haben Interesse an einem professionellen, standardisierten Netzwerk. Den Markt können sie mit standardisierten Schnittstellen schneller und kostengünstiger beliefern. Herstellungskosten sinken durch die gleich bleibende Netzwerktechnik, die Funktionalität der Geräte bleibt individuell und erweiterbar. Durch vorgeschriebene Steckverbinder und deren Pinbelegung sind die Geräte einfach an die Kommunikationsleitung anschließbar. Durch definierte Automatismen können die Geräte „plug-and-play-fähig“ gemacht werden. Das physikalische Netzwerk ist flexibel gestaltbar, da die CANopen-Geräte an beliebiger Stelle im Netzwerk anschließbar sind. Je nach Anwendung tauscht man nur die benötigten Daten im Netzwerk aus. Nutzung von bereits verfügbaren Konfigurations- und Diagnose-Werkzeugen ist möglich. Durch weite Verbreitung von CAN werden die CAN-Chips zu günstigen Preisen von mehr als 50 Herstellern angeboten, was kostengünstige Realisierung CAN-basierter Kommunikationslösungen erlaubt. Unabhängiger Test und Zertifizierung der Geräte auf Konformität zum CANopen- Standard wird von CAN in Automation angeboten." Kienzle News: Welche Aktivitäten plant CiA bezüglich CiA 447 in der Zukunft? Was ist das Ziel? Frau Dipl.-Ing. Fischer (CiA): "Es laufen Aktivitäten zur Erstellung einer Testspezifikation für Geräte nach CiA 447. Weitere Verbreitung des Profils unter Fahrzeug- und Komponentenherstellern ist geplant. Bei Bedarf kann das Profil auch international bei der ISO eingespeist werden, damit eine noch breitere Nutzung erreicht werden kann. Bei Bedarf kann CiA 447 auch erweitert werden."
Kienzle News: Gibt es eine besondere Exklusivität einzelner Unternehmen? Frau Dipl.-Ing. Fischer (CiA): "Nein. CiA ist eine unabhängige Organisation, alle Mitgliedsfirmen haben gleiche Rechte und es werden keine bevorzugt behandelt."
Kienzle Argo Taxi
International ist Mitglied in CiA und unterstützt die
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